Milbenallergie

Posted by: admin  :  Category: Allergien

Die Neigung mancher Menschen, auf bestimmte Stoffe allergisch zu reagieren, scheint angeboren zu sein. Doch mit zunehmender Umweltbelastung hat auch die Zahl allergischer Reaktionen, besonders der Haut und Atemwege, in den Industrieländern stark zugenommen. Und da jedes Jahr hunderte neuer chemischer Stoffe hinzukommen, ist das Immunsystem restlos überfordert.

Einer der häufigsten Allergieauslöser ist die Hausstaubmilbe, genauer deren Kot. Die allergische Reaktion auf die Hausstaubmilbe äußert sich in verschiedenen Formen von Heuschnupfen, die unbehandelt auch in allergisches Asthma übergehen können. Leider haben Allergien die Eigenschaft, sich von oben nach unten fortzupflanzen; das bedeutet, ist erst einmal die Nasenschleimhaut betroffen, wandert eine unbehandelte Allergie weiter über die oberen Luftwege bis zu den Bronchien. Der die Allergie auslösende Milbenkot wird im Winter durch Heizungsluft im Zimmer herumgewirbelt und breitet sich so aus. Wenn bei steigenden Temperaturen und höherer Luftfeuchtigkeit die Bedingungen günstig werden, vermehren sich die Milben zusätzlich.

Bei Verdacht auf eine Allergie sollte immer ein Facharzt aufgesucht werden. Die Therapie setzt auf mehreren Seiten an: Einmal werden die körperlichen Symptome behandelt, zum anderen muss die Belastung der Wohnung mit Hausstaubmilben so gering wie möglich gehalten werden. Zur Bekämpfung der Milben sollte täglich Staub gesaugt werden, auch auf den Betten. Die Räume müssen regelmäßig und häufig gelüftet werden. Milben mögen keine Kunststoffe. Wechselt man in seinen Wohnräumen von natürlichen zu synthetischen Stoffen, entzieht man den Milben so ihren Lebensraum. Außerdem lohnt es sich, Staubfänger wie Vorhänge, Teppiche, Nippes in Regalen und Decken zu entfernen. Teppichböden können durch glatte, waschbare Bodenbeläge wie Linoleum oder Fliesen ersetzt werden.

Beim Betroffenen selbst können Antihistamine die akuten Allergiesymptome lindern. Um langfristig beschwerdefrei zu werden, sollte jedoch eine Immuntherapie durchgeführt werden. Hierbei wird der Allergie auslösenden Stoff durch viele Hauttests genau bestimmt, so dass eine Immunisierung dagegen erfolgen kann.

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